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09.07.2019

Weniger Auslandsunfälle deutscher Autofahrer in 2018 gemeldet

34.785 Unfälle deutscher Autofahrer im europäischen Ausland in 2018 gemeldet. Sommerzeit ist Unfallzeit.

34.785 Meldungen über Auslandsunfälle von in Deutschland zugelassenen Autos mit Fahrzeugen mit ausländischen Kennzeichen gingen 2018 beim Zentralruf der Autoversicherer ein. „Davon leiten wir ab, dass die Anzahl der Unfälle im Ausland zum ersten Mal seit Jahren zurückgegangen ist“, erklärt Dr. Jens Bartenwerfer, Geschäftsführer der GDV Dienstleistungs-GmbH, die den in Hamburg ansässigen Zentralruf der Autoversicherer betreut. Zum Vergleich: In 2017 wurden noch 35.266 Auslandsunfälle gemeldet – ein Rückgang um 1,4 %.

An der Spitze der Unfallländer bleibt Italien. 5.758 Mal wurden in Deutschland zugelassene Autos dort in einen Unfall verwickelt. Das entspricht einem Rückgang um 2,9 %. 5.212 Unfälle in Frankreich bedeuten Platz 2 (- 3,0 %) vor den Niederlanden mit 4.487 Meldungen (+ 0,5 %). In Österreich gab es im vergangenen Jahr 3.874 Unfälle deutscher Verkehrsteilnehmer und somit einen Zuwachs um 3,4 %. Die Tendenz in Polen hingegen ist rückläufig. 2.704 Meldungen bedeuten Platz fünf und ein Minus um 3,6 %.

„Unsere direkten Nachbarländer Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Österreich, Schweiz, Tschechien, Polen und Dänemark machen mit 21.598 Unfällen rund 62 % der europäischen Gesamtfälle aus“, erklärt Bartenwerfer weiter. Gestoppt wurde der Negativtrend in Kroatien. Gab es in 2017 mit 1.434 Unfällen noch einen Zuwachs um 34,3 %, sank die Zahl der Fälle 2018 um 9% auf 1.305.

Die häufigsten Unfallgegner deutscher Verkehrsteilnehmer kamen aus dem Süden: 5.451 Mal krachte es mit Italienern, auf Platz zwei folgen die Franzosen mit 5.210 Fällen vor den Niederländern, mit denen es 4.656 Mal zu einem Unfall kam.

Reisezeit ist Unfallzeit

„Reisezeit ist auch Unfallzeit. In der Hauptreisezeit von Juni bis September geschehen die Hälfte der Unfälle. Entsprechend vorbereitet sollten Autofahrer ihre Urlaubsreise antreten“, rät Bartenwerfer. Unfallträchtigster Monat ist weiterhin der August: 5.262 Meldungen bedeuten Platz eins vor dem Juli mit immerhin noch 4.320 Fällen. In Italien entfallen sogar fast 60 % der Unfälle auf die Hauptreisezeit. „Die Abnahme von Unfällen deutscher Verkehrsteilnehmer im Ausland ist ein gutes Zeichen, dennoch kann es jeden treffen. Vor der Urlaubsreise mit dem eigenen Pkw sollten Autofahrer alle Unterlagen zusammenstellen, die im Falle eines Falles für eine schnelle Schadenabwicklung notwendig sind“, so Bartenwerfer weiter. Der Europäische Unfallbericht, die Grüne Karte und die Rufnummer des Zentralrufs der Autoversicherer (0800 25 026 00 aus dem Inland und +49 40 300 330 300 aus dem Ausland), die man vorsorglich ins Handy einspeichern sollte, sowie die europaweit einheitliche Notfallrufnummer 112 gehören in jedes Reisegepäck.

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Europäischer Unfallbericht erleichtert die Unfall-Protokollierung
Die inhaltlich und grafisch standardisierte Form vereinfacht die Aufnahme eines Unfalls im In- und Ausland. Das Formular ist als Durchschreibesatz bei der Kfz-Versicherung bestellbar oder kann unter  www.gdv-dl.de/dienstleistungen/europaeischer-unfallbericht heruntergeladen und ausgedruckt werden.

Erläuterungen und fremdsprachige Ausfüllhilfen zum Europäischen Unfallbericht
Unter www.gdv-dl.de/dienstleistungen/europaeischer-unfallbericht/  kann der Europäische Unfallbericht mit einer erläuternden Broschüre angefordert werden. Die Broschüre enthält Ausfüllhilfen in den Sprachen Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Spanisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch und Russisch.

Zentralruf der Autoversicherer hilft auch bei Unfällen im Ausland
Der Zentralruf der Autoversicherer hilft nicht nur in Deutschland unter der kostenfreien Servicerufnummer 0800 25 026 00, sondern auch bei Unfällen im europäischen Ausland schnell und zuverlässig weiter. Aus dem Ausland ist der Zentralruf unter der Rufnummer +49 40 300 330 300 montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr erreichbar. Die Online-Auskunft www.zentralruf.de/online-anfrage/anfrageformular des Zentralrufs der Autoversicherer kann auch bei Unfällen im Ausland genutzt werden. Die Auskunft ist für den Anfrager kostenfrei.

Zentralruf ermittelt Schadenregulierungsbeauftragte für ausländische Versicherungen
In jedem EU-Land gibt es für jede Versicherung einen Ansprechpartner, den so genannten Schadenregulierungsbeauftragten. Kennt der Geschädigte die gegnerische Versicherung nicht, wird diese von einer Auskunftsstelle ermittelt. In Deutschland übernimmt der Zentralruf der Autoversicherer in Hamburg diese Aufgabe und benennt die jeweilige Versicherung und deren Ansprechpartner in Deutschland. Dieser Service erfolgt nicht nur für Länder der EU, sondern auch für die Schweiz sowie alle Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) – Island, Lichtenstein und Norwegen. Zu erreichen ist der Zentralruf der Autoversicherer innerhalb Deutschlands gebührenfrei unter der Rufnummer 0800 25 026 00 oder unter www.zentralruf.de/online-anfrage/anfrageformular.

Grüne Karte ist nach wie vor sinnvoll
Die Grüne Karte ist zwar in der EU nicht mehr vorgeschrieben, eine Mitnahme ist jedoch sinnvoll. Verlangt wird sie bei Fahrten in folgende Länder: Albanien, Bosnien-Herzegowina, Iran, Israel, Marokko, Mazedonien, Moldawien, Montenegro, Russland, Serbien, Türkei, Tunesien, Ukraine und Weißrussland. Der Fahrzeughalter erhält sie bei seiner Kfz-Versicherung.




Dienstleistungen der deutschen Versicherer
Seit 1996 realisiert die GDV Dienstleistungs-GmbH wettbewerbsneutrale Branchenlösungen für die Versicherungsbranche. Eine Kernaufgabe ist der reibungslose und sichere Datenaustausch innerhalb der Versicherungsbranche und mit deren Partnern, u.a. durch die Trusted German Insurance Cloud (TGIC ®). Weitere bewährte Services umfassen den Zentralruf der Autoversicherer, die Abschleppzentralen und die elektronische Versicherungsbestätigung (eVB). Über die hauseigene Notrufzentrale der Autoversicherer werden rund um die Uhr Meldungen von den Autobahn-Notrufsäulen und dem Unfallmeldedienst (UMD) abgewickelt.

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Kontakt

Birgit Luge-Ehrhardt
Abteilungsleiterin Unternehmenskommunikation
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