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02.07.2019

Notrufsäulenbilanz 2018: Vier Anrufe pro Autobahnkilometer

Notrufsäulen über 52.000 Mal genutzt. Punktgenaue Hilfe im Notfall durch Standorterkennung.

52.463 Meldungen von den Autobahnnotrufsäulen gingen 2018 in der Hamburger Notrufzentrale ein. „Auf die 13.009 Kilometer Autobahnstrecke in Deutschland verteilt bedeutet das ein Aufkommen von rund vier Anrufen pro Kilometer", berichtet Dr. Jens Bartenwerfer, Vorsitzender der Geschäftsführung der GDV Dienstleistungs-GmbH, die die Notrufsäulen auf den Bundesautobahnen im Auftrag des Bundes betreibt. „41.673 Anrufe betrafen Pannen und Notrufe. Schnelle Hilfe ist gewährleistet, über die Säulen stellen wir die Entgegennahme eines Notrufs binnen 60 Sekunden sicher", so Bartenwerfer. „Geht ein Notruf ein, informieren unsere Spezialisten sofort die zuständigen Rettungsleitstellen." Weitere 10.790 Meldungen aufmerksamer Verkehrsteilnehmer enthielten Informationen zu Personen auf der Autobahn, Falschfahrern, Gegenständen auf der Fahrbahn oder Böschungsbränden.

Punktgenaue Hilfe

Alle Notrufsäulen an deutschen Autobahnen sind geovermessen, sie verfügen über eine punktgenaue Standortkennung. Dadurch können die Helfer in der Notrufzentrale sofort für zielgerichtete und schnelle Hilfe sorgen, selbst wenn der Autofahrer nur vage Angaben macht. „Die Säulen sind kabelgebunden, sie kennen weder ein Funkloch noch einen leeren Akku", erklärt Bartenwerfer die weiteren Vorteile der orangen Helfer am Straßenrand. Notrufsäulen stehen im Abstand von ungefähr zwei Kilometern auf beiden Seiten der Bundesautobahnen. Auf den weißen Leitpfosten weist ein schwarzer Pfeil den Weg zur nächst gelegenen Notrufsäule.

Sprachvielfalt und zielgerichtete Schulung beschleunigen Notrufbearbeitung

In der Notrufzentrale der GDV Dienstleistungs-GmbH werden die eingehenden Notrufe in zahlreichen Fremdsprachen zum Teil durch Muttersprachler abgewickelt, u.a. in Russisch, Polnisch und Türkisch. Dadurch werden Sprachbarrieren vermieden und eine schnelle Notrufbearbeitung, gerade auch beim Transitverkehr, gewährleistet. Zudem sorgen die speziell geschulten Mitarbeiter in jeder möglichen Notfallsituation für einen reibungslosen Ablauf und machen die Säulen zu einem Symbol des Vertrauens auf den Bundesautobahnen.

Seit April 2018 wird das Notrufnetz durch den EU-weiten eCall ergänzt, der für alle neuen Kfz-Typen innerhalb der EU Pflicht ist. Für alle älteren Fahrzeuge und Gebrauchtwagen bieten die Autoversicherer ein nachrüstbares, automatisches Notrufsystem an: den Unfallmeldedienst. Der Unfallmeldedienstbesteht aus einem Unfallmeldestecker für den Zigarettenanzünder und einer Unfallmelde-App für das Smartphone. Erkennt der Unfallmeldestecker einen schweren Crash, wird sofort die Notrufzentrale der Autoversicherer alarmiert.

Dienstleistungen der deutschen Versicherer
Seit 1996 realisiert die GDV Dienstleistungs-GmbH wettbewerbsneutrale Branchenlösungen für die Versicherungsbranche. Eine Kernaufgabe ist der reibungslose und sichere Datenaustausch innerhalb der Versicherungsbranche und mit deren Partnern, u.a. durch die Trusted German Insurance Cloud (TGIC ®). Weitere bewährte Services umfassen den Zentralruf der Autoversicherer, die Abschleppzentralen und die elektronische Versicherungsbestätigung (eVB). Über die hauseigene Notrufzentrale der Autoversicherer werden rund um die Uhr Meldungen von den Autobahn-Notrufsäulen und dem Unfallmeldedienst (UMD) abgewickelt.

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Kontakt

Birgit Luge-Ehrhardt
Abteilungsleiterin Unternehmenskommunikation
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