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15.05.2018

Notrufsäulenbilanz 2017: Orange Retter an den Autobahnen halfen in 60.000 Fällen

Meistgenutzte Notrufsäule steht an der BAB 9 in Bayern

47.759 Notrufe zu Pannen und Unfällen wurden 2017 über die Notrufsäulen an den deutschen  Autobahnen abgesetzt. „Bei Notrufen informieren unsere Notrufagenten sofort die zuständigen  Rettungsleitstellen“, berichtet Dr. Jens Bartenwerfer, Vorsitzender der Geschäftsführung der GDV  Dienstleistungs-GmbH, die die Notrufsäulen auf allen Bundesautobahnen im Auftrag des Bundes  betreibt. „Über die orangen Säulen stellen wir die Entgegennahme eines Notrufs binnen 60 Sekunden sicher“, erläutert Bartenwerfer weiter und verweist auch auf die zusätzlichen 12.256 Meldungen über Falschfahrer, Gegenständen auf der Fahrbahn, Personen auf der Autobahn oder Böschungsbränden, die ebenfalls über die Säulen eingingen. Insgesamt erreichten somit 60.047 Meldungen von den  Autobahnen die Notrufzentrale der Autoversicherer in Hamburg. Die Auslastung der 16.890 in Betrieb befindlichen Säulen lag im vergangenen Jahr bei 12.097 Säulen, das entspricht 71,7 %.

Top-Notrufsäule diesmal in Bayern

Die meist genutzte Notrufsäule, und somit Spitzenreiter, ist in diesem Jahr eine bayerische Säule. Die Notrufsäule Nr. 5030 an der BAB 9, München in Richtung Berlin, kurz vor der Ausfahrt Plech, Kilometer 343,4, wurde stolze 262 Mal von Hilfesuchenden genutzt. In diesem Bereich gibt es auf sieben Kilometern Länge noch bis Mitte 2018 eine Großbaustelle, bei der die Fahrbahn erneuert wird. Auf Platz 2 folgt die Säule Nr. 4.958 bei Zwickau an der BAB 72 mit 215 eingegangenen Notrufen vor der Säule Nr. 24857 auf der BAB 27 zwischen Walsrode-West und Verden-Ost, von der 154 Notrufe abgesetzt wurden.

BAB 3 mit den meisten Meldungen – auf jeden Autobahnkilometer in Deutschland kamen 3,7 Notrufe

Erneut lag die BAB 3 mit den meisten Meldungen vorn. 4.573 Notrufe gingen von der 769 Kilometer langen Autobahn ein, die sich von der niederländischen bis zur österreichischen Grenze durch Deutschland schlängelt. Dahinter folgt die BAB 7 mit 4.073 Hilfeersuchen. Insgesamt kamen 58% aller Notrufe von den zehn längsten Autobahnen, die mit 5.840 Kilometern allerdings nur 45% der Gesamtlänge aller Autobahnen ausmachen. Auf jeden der 12.996 Autobahnkilometer in Deutschland entfielen im Schnitt 3,7 Notrufe.

Acht Anrufe pro Kilometer – BAB 255 erneut ganz vorn

Die höchste Notrufdichte gab es wieder aus Hamburg zu vermelden. Die BAB 255, der  Autobahnzubringer zwischen der Hansestadt (Abzweigung Veddel) und der A1, behauptete mit 8 Anrufen pro Kilometer die Spitzenposition. Mit 7 Anrufen pro Kilometer Länge liegt die BAB 831 bei Stuttgart auf dem zweiten Rang, gefolgt von der BAB 5 von Niederaula bis Weil am Rhein (6,7 Notrufe) pro Kilometer, die mit 440 Kilometern Länge die längste Autobahn der Top 3 darstellt.

Sprachvielfalt beschleunigt Notrufbearbeitung

In der Notrufzentrale in der Hansestadt werden die Notrufe in zahlreichen Fremdsprachen durch Muttersprachler abgewickelt, u.a. in Englisch, Russisch, Polnisch, Französisch und Türkisch. Dadurch werden Sprachbarrieren vermieden und es ist eine schnelle Notrufbearbeitung, gerade auch beim Transitverkehr, gewährleistet.

Der direkte Weg zur Hilfe

Notrufsäulen stehen im Abstand von ungefähr zwei Kilometern auf beiden Seiten der Bundesautobahnen. Auf den weißen Leitpfosten weist ein schwarzer Pfeil den Weg zur nächst gelegenen Notrufsäule. Trotz Smartphones gewährleisten gerade die Notrufsäulen durch ihren exakten Standort, der in der Notrufzentrale hinterlegt ist, das schnelle Eingreifen der Helfer – die orangen Säulen sind ein Symbol des Vertrauens auf deutschen Autobahnen.

Seit April wird das Notrufnetz durch den europäischen eCall ergänzt, der für alle neuen Kfz-Typen in der EU Pflicht ist. Für alle älteren Fahrzeuge und Gebrauchtwagen bieten die Autoversicherer ein nachrüstbares, automatisches Notrufsystem: den Unfallmeldedienst. Der Unfallmeldedienst besteht aus einem Unfallmeldestecker für den Zigarettenanzünder und einer Unfallmelde-App für das Smartphone. Erkennt der Unfallmeldestecker einen schweren Crash, wird sofort die Notrufzentrale der  Autoversicherer alarmiert.

 

Dienstleistungen der deutschen Versicherer
Seit 1996 realisiert die GDV Dienstleistungs-GmbH wettbewerbsneutrale Branchenlösungen für die Versicherungsbranche. Eine Kernaufgabe ist der reibungslose und sichere Datenaustausch innerhalb der Versicherungsbranche und mit deren Partnern, u.a. durch die Trusted German Insurance Cloud (TGIC ®). Weitere bewährte Services umfassen den Zentralruf der Autoversicherer, die Abschleppzentralen und die elektronische Versicherungsbestätigung (eVB). Über die hauseigene Notrufzentrale der Autoversicherer werden rund um die Uhr Meldungen von den Autobahn-Notrufsäulen und dem Unfallmeldedienst (UMD) abgewickelt.

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Kontakt

Birgit Luge-Ehrhardt
Abteilungsleiterin Unternehmenskommunikation
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